In unserem zweiten New-York-Monat kam uns zu Ohren, dass, wenn man die USA wirklich verstehen will, man Baseball vestehen muss! Das haben wir uns zu Herzen genommen und sind Richtung Mets-Stadium aufgebrochen. Das Stadium ist eindrücklich, der Burger zwar ungesund aber ganz ok… und das Spiel? Ach ja, da war ja noch das Baseball-Spiel. Eine ziemlich langweilige Geschichte! Es scheint, als würden wir die USA nicht verstehen (und wahrscheinlich bleibt’s auch dabei).
Verglichen dazu war das Eröffnungsspiel des US-Opens mit Roger Federer 100-mal spannender und der „rückwärts-durch-die-Beine-hindurch-Schlag“ einfach „AWESOME“!
Damit die Baseball-Burger und Co. nicht ansetzen, betreiben wir auch selbst etwas Sport. Das Joggen dem Hödson entlang, mit umwerfender Sicht auf die Hochhäuser-Skyline von Jersey, geht auch praktisch von alleine. Das hat uns angespornt, uns für den New Yorker Halbmarathon vom 20. März 2011 anzumelden. Wer jedoch an den Start darf, entscheidet Ende November das Los. Mal schauen, ob sie uns beide zulassen oder nur eine(n) oder niemanden… Fest steht, dass, sobald das „Los“ „los“ sagt, bei der einen oder anderen trainingsmässig noch ziemlich was gehen muss :-).
(Mi.) Das Leben als LL.M. Studi an der NYU heisst, einer von ca. 400 LL.M. Studenten aus aller Welt zu sein – 7 davon sind Schweizer. In den Vorlesungen sind wir mit den US-amerikanischen Studentinnen und Studenten zusammen. Die Stunden sind spannend und anders als zu Hause. Hier ist es normal, dass man sich mitten in der Lektion meldet und seine eigene Meinung zum Thema abgibt – auch wenn man noch keine grosse Ahnung von der Sache hat. Wenn jeder noch seine persönliche Bemerkung loswerden will, kann es manchmal mühsam werden. Wir Schweizer können aber auf jeden Fall eine kleine Scheibe von diesem selbstbewussten Auftreten abschneiden.
Die meisten Studenten leben wie wir in einem der beiden Studentenhäuser, Mercer oder D’Agostino, die nicht weit voneinander entfernt liegen. Die Uni-Gebäude mit den Vorlesungsräumen sind alle innerhalb von fünf Gehminuten erreichbar. Es ist speziell. Man fühlt sich wie in einem Uni-Campus – und gleichzeitig ist man mitten in NYC. Und genau diese Mischung zwischen Studenten- und Grossstadtleben macht den Aufenthalt an der NYU einmalig. Wir können mit den Studis in einer der zahlreichen Studentenzimmerpartys abfeiern. In diesen Momenten fühlt man sich manchmal – um die Worte eines geschätzten Mitstudenten zu verwenden – „wie in einem Klassenlager“. Selbstverständlich geniessen wir es aber auch, zu zweit ein lauschiges Restaurant zu besuchen, weitere, bisher unbekannte Stadtteile zu entdecken oder einen friedlichen Sonntagsnachmittag in einem der zahlreichen Pärke zu verbringen.
(Ka). Das Leben als Hubie (oder die Arbeit am Swiss Business Hub) macht viel Spass. Spannend ist, dass es mit meiner vorherigen Arbeit bei der Osec verwandt ist und doch eine andere, für mich neue Perspektive aufweist (vom Ausland Richtung Schweiz und Standortförderung anstatt Exportförderung). Ich fühle mich im tiefsten New York, wenn ich am Morgen an der Grand Central Station aus der Metro aussteige (besser gesagt, mich durch all die anderen Rush-Hour-Menschen zwänge), durch die Hochhausgassen Richtung 633 3rd Avenue spaziere und dort den Lift in den 30. Stock nehme… Die Aussicht da oben ist grandios. Und ich gebe zu: Sie schlägt jene unseres Apartments!
Fotos Aussicht Büro
Eine unserer liebsten Entdeckungen hier in New York ist „The Rock Shop“ in Brooklyn. Eine kleine Bar mit einem etwa 7x7m kleinen Raum bietet Platz für hervorragende Konzerte. Der Funke vom Musiker zum Publikum springt da schnell, die persönliche Atmosphäre ist einfach grossartig! Vielleicht haben wir sogar einen zukünftigen grossen Musiker entdeckt: Seth Kallen. Als Vorband von Josh Rouse hat er uns überzeugt und mit seinen New York Songs direkt „aus unseren Herzen“ gesungen. Und mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Künstlers (d.h. aus juristischer Sicht vollkommen korrekt und IP-technisch abgesichert) dürfen wir euch hier eine kleine Kostprobe bieten:
Song Seth Kallen
Der Tatsache, dass es für Männer keine „Petite-Abteilung“ gibt und dass frau die schönsten Jeans nicht immer in der „Petite-Abteilung“ findet, haben wir ein sehr amüsantes Erlebnis zu verdanken. Mit dem Ziel, drei Paar Hosen um insgesamt circa 27cm zu kürzen, haben wir den Cleaner in unserer Neighbourhood aufgesucht. Angetroffen haben wir da zwei kleine Chinesen (die ihre Hosen bestimmt auch in der „Petite-Abteilung“ kaufen oder eben selbst kürzen können). Da uns die Lady im Jeans-Shop zuvor gesagt hatte, dass sie ihre Hosen beim Cleaner für USD 8 kürzen lassen könne, mussten wir zunächst mit den zwei Chinesen „märten“, da sie pro Hose USD 15 wollten. Wir haben uns bei USD 11 zu einem Deal gefunden. Hinter dem provisorischen Vorhang haben wir uns in die neuen Hosen-Errungenschaften geschmissen, um dann auf einem Sockel stehend, dem „Gezupfe“ des Chinesen hinzuhalten. Wir glauben, dass die zwei Chinesen uns mögen (ob wegen der „Märterei“ oder der Grösse oder weil wir einfach sympathisch sind, wissen wir nicht). Sie kamen beim Abholen der gekürzten Hosen jedoch richtig in Fahrt und haben rumgeblödelt und den Clown gemacht…und weil sie so nett waren, widmen wir ihnen hier 2-3 Fotos!
Fotos Cleaner
Time flies when you're having fun! Bereits liegen zwei Monate New York hinter uns. Wir freuen uns auf die noch verbleibende 8-monatige Entdeckungsreise.
Unter den folgenden Links findest du einige weitere New-York-Impressionen:
New York - Getting Around