Jetzt ist es endlich passiert: wir haben den ersten "Celebrity" gesehen. Wir waren im Terminal 5 für das Eels-Konzert. Kurz vor Konzert-Beginn ging ein Raunen durchs Publikum, und alle schauten links zur Estrade hinauf - da war ein illustrer Eels-Fan zugegen: Jim Carrey. Als er merkte, dass er erkannt wurde, winkte er dem Fussvolk kurz zu. Wir haben ihn fotografiert, aber der Blitz hat nicht bis zu ihm gereicht. So wird uns wohl niemand glauben, dass der dunkle Umriss auf dem Bild Mr. Carrey ist.
Foto Jim Carrey
Ein Highlight des Monats Oktober war unser erster Gast Dave. Mit leichtem Backpack kam er an, mit schwer bepacktem Koffer ist er 2 Wochen später Richtung Schweiz abgereist. Zurückgelassen hat er uns tausend gute Shopping-Tipps :-). Herzlichen Dank, Bruderherz/Schwager. Zu dritt haben wir uns bei Avis in Brooklyn ein Auto geschnappt und sind ca. 6 Stunden in den Norden Richtung Vermont gefahren, um den Indian Summer zu bestaunen. Logiert haben wir im schmucken Städtchen Brattleboro. Wir haben's gut getroffen und waren genau zum Peak des Indian Summers da. Das Ganze war nun nicht gerade wow-umwerfend - als Schweizer ist man sich halt schon farbige Blätter im Herbst gewohnt. Aber derart verschiedene und intensive Farben - vor allem Rot - kennen wir dann doch nicht vom Schweizer Ländle. Der Trip hat sich aber nur schon gelohnt, um mal wieder aus der Stadt zu kommen und frische Landluft zu schnuppern. Wir waren sogar auf 2 Bergen! Der eine heisst "Mount Snow". Der Name ist Programm: Etwa sieben parallel nebeneinander aufgebaute Sessellifte führen einen auf den Gipfel. Wir möchten uns gar nicht vorstellen, wie sich die Masse in der Ski-Saison auf diese Lifte zwängt und dann die wenigen Pisten runtermurkst. Und auf dem zweiten Berg waren wir sogar wandern. Ein sehr steiler Berg: etwa so wie der Üetliberg :-).
Fotos Vermont - Brattleboro
In den vergangenen 3 Monaten haben wir die eine oder andere lustige Eigenschaft der New Yorker kennen gelernt. So mögen es die New Yorkerinnen beispielsweise bequem. Besonders gut zu sehen ist diese Vorliebe an den Schuhgewohnheiten: Während sie im Sommer mit den Flipflop's zur Arbeit gehen, steigen sie bei Regen auf Gummistiefel um (um dann im Büro jeweils auf die modischen Business-Schuhe zu wechseln). Sehr sympathisch, und ausprobieren lohnt sich auf alle Fälle :-).
Eine andere New Yorker Angewohnheit ist es, nach dem Aussteigen aus der Subway durch die Emergency Tür zu gehen, anstatt brav beim Drehkreuz anzustehen, um nach draussen zu gelangen. Hier fällt das Nachahmen etwas schwerer, ertönt doch immer ein sirenenähnlicher Ton, sobald diese Türe geöffnet wird. Aber auch diese Mutprobe haben wir schon bestanden :-).
Die Tatsache, dass man alles, was man gekauft hat, problemlos retour bringen kann, bringt ein drittes, lustiges Verhalten der New Yorker (oder der Amis allgemein) zutage: wird zum Beispiel eine "Backparty" organisiert, bei welcher Backförmchen voraussichtlich einmalig gebraucht werden, kauft man sie, wäscht sie gründlich ab, um sie dann in den Laden zurückzubringen und das Geld zurückzubekommen. Oder wenn man eine aufblasbare Matratze für Gäste kauft, wird man sogar im Laden derart beraten, dass man besser die teurere, bequemere nehmen und dann halt in einigen Monaten zurückbringen solle. Unvorstellbar aber wahr :-).
Das grösste AWESOME des Monat Oktobers geht an die Aussicht des "Top of the Rock". Wir haben rechtzeitig zum Sonnenuntergang Lifttickets gekauft. Zu Füssen liegt einem da das Hochhäuser-Meer New Yorks. Je dunkler es wird, desto mehr Lichter funkeln einem aus all den Hochhäusern entgegen. Es ist grandios, wir waren begeistert!
Fotos Top of the Rock
Zurzeit hat uns das Halloween-Fieber gepackt, und als Disco-Queen und Disco-King tanzen wir uns durch's Wochenende :-).
Fotos Halloween
Time flies when you're having fun! Bereits liegen drei Monate New York hinter uns. Wir freuen uns auf die noch verbleibende 7-monatige Entdeckungsreise.
Unter den folgenden Links findest du einige weitere New-York-Impressionen:
New York - Village by Night
New York - abstrakt
New York - getting around