NEW YORK - was macht diese Stadt so einzigartig? Wie lebt, wie studiert & wie arbeitet es sich hier? Warum ist New York meistens grossartig, eine Stadtflucht ab & zu aber unausweichlich? Und - sind 10 Monate genug, um diese Stadt wirklich zu entdecken?

Wir sind dabei, Antworten auf diese Fragen zu finden...


Mittwoch, 4. Mai 2011

April 2011

Was uns an New York besonders fasziniert, ist der multi-kulturelle Mix! In der Regel sind in einem einzigen Subway-Wagen Menschen von jedem Kontinent vertreten. Es ist etwas vom Spannendsten, einfach da zu sitzen und die Leute zu studieren und zu beobachten. Natürlich gewöhnt man sich auch ein wenig an diese bunt gemischte Vielfalt. Dies wurde uns bewusst, als wir online das SF-Sportpanorama schauten (um FCZ's Aufholjagd auf den FCB zu sehen :-)) und erstaunt darüber waren, dass da lauter typische Schweizer Gestalten im Publikum sassen :-).

An der 9. Avenue zwischen 33. und 34. Street erstreckt sich über mehr als 6'300m2 der B+H Foto/Video/Audio Superstore! Grosse Läden sind in den USA nicht rar - aber dieser beeindruckt uns speziell stark! Man muss sich den Kauf eines Akkus für die Fotokamera so vorstellen: Man betritt den Superstore und ist zunächst mal umgeben von einem Wald aus Stativen. Im nächsten Moment lässt das von der Decke her ertönende, sirrende Geräusch den Blick nach oben schweifen, und man entdeckt das Waren-Transport-System, welches die Artikel in grünen Boxen auf Hoch-Schienen durch den Laden befördert. Vorbei an der Riesenauswahl an Fototaschen geht es einen Stock hinauf. Die Dame am Info-Desk weist den Weg zu den zuständigen Beratern. Da stehen sie - ungefähr 30 an der Zahl - im 1-Meter-Abstand dicht aneinander gereiht... womit sich die Zeit in der Warteschlange sehr kurz gestaltet. Ein kurzer online Check, ob der gewünschte Akku erhältlich ist... und schwups, schon ist die grüne Box mit dem Akku da! Während der Akku via Hochschiene Richtung Waren-Abholdesk spediert wird, geht es für den Kunden einen Schritt weiter zur Kasse. Einmal bezahlt, geht es zum nächsten und letzten Desk, wo der Akku schon in einem Plastiksack bereit liegt. Auch wenn das Ganze etwas kompliziert tönen mag, der B+H ist ein durchorganisierter, perfekt funktionierender Laden...und ein Besuch lohnt sich nur schon wegen dem ausgeklügelten Verkaufssystem.

Die Doyers Street ist eine dunkle, stille Gasse in Chinatown. Wenn man vor der Nummer 9 steht, vermutet man nicht, dass sich hinter der Tür eine komplett neue Welt auftut. Man gelangt in einen dunklen Raum mit Kerzenschein. Die Atmosphäre ist etwas "spooky". Herren in weissen Kitteln mixen hinter der Bartheke Drinks, welche in die verheissungsvollen Unterkategorien "Pain Killers", "Stress Relievers", "Aphrodisiacs"... unterteilt sind. Die Theke ähnelt dabei einem Chemielabor. Die in Einmachgläsern, hausgebrauten Elixire bilden wichtige Bestandteile der Drinks, womit dem Namen der Bar - APOTHEKE - definitiv Rechnung getragen wird. Ein Drink der besonderen Art entsteht, wenn frisches Erdbeerpürée, Vodka, Champagner, Agave und frische Limetten gemixt werden. Mit "Dr. Ruth" trägt er auch einen würdigen Namen... und besonders gut schmeckt er, wenn "(Dr.) Ruth" persönlich anwesend ist! :-) Herzlichen Dank für die sehr angenehme Gesellschaft.

Eine Taxifahrt in New York kann durchaus aufregend sein. Sei es, weil der Taxifahrer mit voller Kraft ins Gaspedal tritt, oder weil er während der ganzen Zeit lautstark, in einer lustigen Sprache am Telefon schwatzt. Noch unterhaltsamer wird es jedoch, wenn am kleinen Bildschirm besonders amüsante, fragwürdige, amerikanische Gesetze vorgestellt werden. Weil man sich schlicht nicht vorstellen kann, dass so etwas im Gesetz steht, bringen wir hier ein paar Müsterchen (ohne Gewähr auf Richtigkeit):
  • In Pocatello/Idaho ist es Fussgängern und Automobilisten untersagt, Grimassen zu schneiden und depressiv zu schauen, weil damit der Ruf der Stadt geschädigt werden könnte!
  • In Sarasota/Florida, darf man nicht singen, wenn man nur mit einem Badeanzug bekleidet ist.
  • In Vermont ist es Vorschrift, dass eine Frau nur mit Bewilligung ihres Mannes falsche Zähne tragen darf.
  • Der Staat Nevada verbietet es, mit einem Kamel auf die Autobahn zu gehen.
  • Und in Lebanon/Virginia ist es dem Mann nicht erlaubt, seine Frau aus dem Bett zu werfen
  • :-) (Solche Müsterchen finden sich auch in Emil's Erlebnisberichten über seine Zeit hier in NYC (1993 - 1999): Emil via New York).
Time flies when you're having fun! Bereits liegen 9 Monate New York hinter uns. Wir freuen uns auf die noch verbleibende 18-tägige (!) Entdeckungsreise.

New York getting around
New York abstrakt