Time flies when you're having fun! Bereits liegen 10 Monate New York hinter uns. Und das heisst – leider – Abschied nehmen von dieser eindrücklichen Stadt und dieser aufregenden Zeit.
"Congratulations!" So wurde ich (Mi) von zahlreichen New Yorkern auf meinem Weg zu den Abschlussfeiern in der Graduation-Robe begrüsst. Die Zeremonien waren AWESOME! Superlative pur, wie wir es uns von den Amis gewohnt sind. Die erste Feier im riesengrossen Yankees-Stadion, mit Bill Clinton als Gastredner. Die zweite Feier im historischen Beacon Theatre mit Fanfarenklängen. Nebst den offiziellen Festlichkeiten haben wir "Studenten" natürlich auch dafür gesorgt, dass wir die letzten gemeinsamen Stunden in gebührender Partylaune zusammen verbringen konnten.
Vor 10 Monaten haben wir unseren Blog mit einigen Fragen eröffnet, nun schliessen wir ihn mit den Antworten dazu:
Was macht diese Stadt so einzigartig? Die New Yorker. Weil sie auf engem Raum zusammen wohnend, aus allen Teilen der Welt stammend, jede Hautfarbe tragend, eine bemerkenswerte Toleranz leben und mit Lebensfreude und Offenheit durch den Alltag gehen!
Wie lebt es sich in New York? (Fast) wie daheim. Weil unsere Neighbourhood, das Village, auch tatsächlich den Charakter eines Dorfes hat und uns der Besitzer unseres Lieblings-Sushi-Restaurants per Handschlag auf dem Trottoir grüsst, uns der Supermarkt-Manager zuwinkt und wir regelmässig auf bekannte Gesichter treffen, oft NYU-Studenten.
Wie studiert es sich in New York? In einer einzigartigen Atmosphäre. Weil man auf dem Weg von zuhause zur Uni tagtäglich Village-Luft schnuppern und in diesen zwei Semestern weltweite Freundschaften schliessen kann.
Wie arbeitet es sich in New York? Mit guten Aussichten. Weil nebst dem sehr sympathischen Arbeitsteam und dem spannenden Einblick in die Standortförderung das tägliche Highlight der Blick aus dem 30. Stockwerk über Midtown New Yorks war!
Warum braucht es ab und zu eine Stadtflucht? Um Landluft zu schnuppern. Um in die Weite zu blicken. Und um zu realisieren, wie sehr wir New York vermissen :-).
Und: sind 10 Monate genug, um diese Stadt wirklich zu entdecken? Auch wenn unsere Entdeckungsreise lang, intensiv und ausgiebig war, ist die Antwort klar "Nein".
Es gibt einige New Yorker Eigenheiten, die wir vermissen werden, auch wenn sie einige Male ein Kopfschütteln hervorriefen. Hier ein paar Müsterchen:
Die knöcheltiefen Pfützen am Strassenrand nach jedem Regenguss; der inflationäre Gebrauch von Standing Ovations nach Broadway Aufführungen; die „Employees must wash hands“ Tafeln in den Restrooms; die Bereitschaft der New Yorker, in einer meterlangen Warteschlange manchmal über 60 Minuten auszuharren, nur um in ein Restaurant zu gelangen, das einen speziellen Ruf geniesst; die unübersehbaren Kalorienangaben hinter den Take-Away-Menus; das übereifrige Servicepersonal, das die Teller vom Tisch abräumt, auch wenn andere noch am essen sind…
Und dann gibt es natürlich einiges, worauf wir uns "back home" freuen: Auf DICH; auf Nöiechöuch und das Geissweidli, auf feines Brot, auf das Kochen, auf den Balkon, auf das Mini-Fahren, auf die Waschmaschine (die die Wäsche im Gegensatz zur Studentenheim-Maschine nicht nur im Wasser schwenkt, sondern sauber macht) und auf den Jump in die Limmat!
And finally, a paragraph in English, for our dear friend Jan, who asked for an English version of our blog since the first edition: Thank you for everything! We will miss you!
Bleibt nur noch ein Geheimnis zu lüften: Was geschah eigentlich am New Yorker Halbmarathon? Nichts :-). Denn der Läufer (und damit auch die Fanin) haben gekniffen und den vorabendlichen Ausgang mit den Gästen aus Berlin vorgezogen :-).
See you soon in Switzerland!
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